MediaMatters!

MediaMatters! ist ein Forschungs- und Entwicklungsprojekt, innerhalb dessen die Bedingungen und Strukturen erkannt und gestaltet werden sollen, unter und in denen Medienbildung in den Schulen Schleswig-Holsteins statt findet. Alle interessierten und engagierten Schulen, alle LehrerInnen, SchülerInnen, Eltern, WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, UnternehmerInnen, KünstlerInnen … letztlich alle Beteiligten und Betroffenen sind eingeladen, zusammen mit dem Seminar für Medienbildung der Europa-Universität Flensburg Schule vor dem Hintergrund einer digitalen Netzwerkgesellschaft neu zu denken und zu entwickeln. Die Kernidee von MediaMatters! lässt sich somit in drei Adjektiven fassen: situiert, partizipativ, adaptiv.

partizipativ - situiert - adaptiv

Situiert: Die Forschungs- und Gestaltungsaufgaben entstehen vor Ort in den beteiligten Schulen. Forschungsfragen und -praktiken werden im direkten Kontakt mit den schulischen Denkhorizonten und Handlungsvollzügen entwickelt.
Partizipativ: Schulische Akteure, Wissenschaft und alle anderen Partnern begegnen sich als Kooperationspartner auf gleicher Augenhöhe. Alle  Beteiligten und Betroffenen bringen sich mit ihren Interessen, Wünschen und Bedenken ein.
Adaptiv: Alle Handlungen zielen auf konkrete Veränderung und Gestaltungsoptionen. Die Wissenschaft stellt sich in den Dienst der Schule, in dem sie sich bemüht, Wahlalternativen und Spielräume im gegebenen Kontext zu eröffnen.

 

Schule in der Netzwerkgesellschaft

Die allgegenwärtige Durchdringung individueller und kollektiver Lebenswelten mit Informations- und Kommunikationstechnologien ist längst Fakt. Damit gehen tiefgreifende Veränderungen in der schulischen Bildung einher: Die strukturellen Umbrüche von der Industriegesellschaft hin zu einer Netzwerkgesellschaft wandeln fundamental die seit Jahrzehnten fest institutionalisierten Kultur- und Lerntechniken, Formen der Wissensvermittlung und -aneignung sowie Organisationsformen der Schule. Diese Umbrüche müssen behutsam, langfristig und  durchaus mit  kritisch-reflektierter Distanz zu vermeintlichen technischen Imperativen gestaltet werden.

Netzwerkgesellschaft

Medienbildung und Schulkultur

Schule ist ein Teil der Gesell­schaft. Sie ermöglicht Lernen mit und ein kritisches Re­flektie­ren über Medien. Schule findet aber immer auch im Medium statt, d.h. in einer von Medien durchzogenen – ›mediatisier­ten‹ – Welt. In einer sich zur Netz­werk­gesellschaft hin entwickelnden Gesellschaft muss Schule grundlegend neu gedacht werden: Von den Lehr- und Lernkulturen, den institutionellen und professionellen Selbstverständnissen, über die Zeitrhythmen, die räumliche Anordnungen und technischen Infrastrukturen bis hin zu den Sozialformen, der Ordnung und Darbietung von Wissensinhalten und einem verbindlichen Normen- und Wertekanon in der Online-Gemeinschaft. So ist eine Praxis der Medienbildung nicht nur Vermittlungsinstrument oder Lerngegenstand, sondern viel mehr Ausgangspunkt eines umfassenden Schulentwicklungsprozesses.

MediaMatters! ist von der Überzeugung getragen, dass ein solcher Schul-Kulturwandel nur gemeinsam mit allen Beteiligten gestaltet werden kann und nicht verordnet werden darf.

BYOD
(Geklaut bei beat.doebe.li.)

Integrale Medienbildung an Schulen Schleswig-Holsteins