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Flensburg Winter School 2017

»Freie Bildungsmaterialien – offener Unterricht«

Die Flensburg Winter School findet vom 23. bis 24. November 2017 statt.

Am 23. und 24. November 2017 veranstaltet das Seminar für Medienbildung der Europa-Universität Flensburg bereits zum fünften Mal die Flensburg Winter School. An beiden Tagen steht der intensive Austausch zwischen pädagogisch-praktischen und wissenschaftlich-theoretischen Perspektiven auf schulische Medienbildung und eine mediale Schulkultur im Zentrum. Ausgangspunkt sind dabei stets konkrete Ideen, Konzepte und Erfahrungen von Einzelschulen, die gemeinsam mit angehenden Lehrer*innen, weiteren Vertreter*innen aus der schulischen Praxis sowie Vertreter*innen der bildungs- und medienwissenschaftlichen Forschung diskutiert und weiterentwickelt werden.

In diesem Jahr steht die Flensburg Winter School unter dem Motto: »Freie Bildungsmaterialien – Offener Unterricht«. Freie Bildungsmaterialien (Open Educational Resources, kurz: OER) sind alle (meist digitalen) Lehr- und Lernmaterialien von einzelnen Fotos über Arbeitsblätter und Unterrichtseinheiten bis hin zu ganzen Online-Kursen, die frei genutzt, bearbeitet und weiterverbreitet werden können.

Die Flensburg Winter School wird vom Institut für Qualitätsentwicklung an Schulen Schleswig-Holstein (IQSH) als offizielle Lehrerfortbildung anerkannt. Die Teilnahme ist kostenlos.

Die Flensburg Winter School 2017 wird in enger Kooperation mit dem vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projekt »LOERSH – Landesweite OER-Qualifizierung Schleswig-Holstein« durchgeführt. Ausführliche Informationen zu LOERSH finden Sie hier.

Programm

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Vor der Flensburg Winter School:

MediaMatters!-Netzwerktreffen am Donnerstag, 23. November 2017

Vor der Flensburg Winter School 2017 findet von 15:30 bis 17:30 Uhr das 9. MediaMatters!-Netzwerktreffen statt. Wer bisher noch nicht dabei war bzw. noch nicht angemeldet ist, kann sich per E-Mail an medienbildung@uni-flensburg.de anmelden.

Vortrag und Diskussion am Donnerstag, 23. November 2017

Vortrag: Felix Schaumburg
18:15 – 20:00 Uhr | Raum HEL 160

Offenheit als Chance für eine digitale Zukunft – Mit OER Schule neu denken
Unsere Schule ist eng verknüpft mit der Kultur des gedruckten Buches. Diese Abhängigkeit ist ein kultureller Gewinn gewesen zu Zeiten, in denen das Buch das wichtigste Medium für gesellschaftlich-wissenschaftlichen Austausch war. Und die Auswirkungen des Buches haben das System »Schule« nachhaltig geprägt. Doch was ändert sich nun, da wir »Schule« in der Digitalität neu denken können – oder gar neu denken müssen? Welche veränderten Bedingungen treffen wir an, welche Möglichkeiten ergeben sich? Können OER dabei helfen, den Wandel zu begleiten und zu gestalten? Oder geht das gar nicht? Der Vortrag möchte einen kulturhistorischen Rückblick auf »Schule« werfen und davon ausgehend die Möglichkeiten der OER aufzeigen. Aber auch beleuchten, warum die Beschäftigung mit OER so unglaublich schwer und mühselig ist.

Filmpräsentation und Diskussion am Freitag, 24. November 2017

Film: Hans-Joachim Ulbrich
10:30 – 11:30 Uhr | Raum HEL 160

»Interne Evaluation – vier Schulen in Mecklenburg-Vorpommern« zeigt verschiedene Ansätze und Praktiken der schulischen Selbstbewertung und -kontrolle sowie der Qualitätsentwicklung schulischen Lernens. In den Schulversuchen »Auf dem Weg zur Medienschule« (Mecklenburg-Vorpommern) wurde ein System zur Selbstbewertung (Audit) entwickelt, das weit über die Qualitätsentwicklung von Medienbildung hinaus reicht und auf Medienbildung als Schulentwicklung zielt. So finden sich Qualitätskriterien des Medien-Audits wie Transparenz, Lernumgebung, Kooperation usw. auch in den allgemeineren Ansätzen der internen Evaluation wie z.B. im Feed-Back-System. Zu diesen und weiteren Ansätzen kommen im Film Lernende und Lehrende verschiedener Schultypen Mecklenburg-Vorpommerns zu Wort. Bevor Ausschnitte aus diesem Film gezeigt werden, stellt der Filmemacher Hans-Joachim Ulbrich den Zusammenhang von Medienbildung, Schulentwicklung und Evaluation in einer kurzen Einführung dar.

Workshops

Die Workshops finden am Freitag, den 24. November 2017 statt.

  • HEL 205 »Experimenta«

    Workshop 1: OER für den Mathematikunterricht

    ausserschulisch

    Markus Deimann

    Head of Research und MOOC Maker

    Schule

    Henning Franzen

    Schulkoordinator für Digitalisierung

    Im Mittelpunkt des Workshops soll die Frage nach Qualitätsmerkmalen von OER stehen. Damit ist man automatisch bei der allgemeinen Frage nach „guten Mathematikaufgaben“. Wir wollen diesen Fragen nachgehen in Bezug auf den digital unterstützten Mathematikunterricht. Es werden Beispiele zur Diskussion gestellt, erwünscht sind natürlich auch Beispiele der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Bezüglich OER gibt es zunächst eine kurze allgemeine Einführung. Der Schwerpunkt liegt auf dem Projekt Jointly, bei dem es um das gemeinsame Arbeiten an OER-Aufgaben geht und das praktisch erprobt werden soll.

  • HEL 066

    Workshop 2: Mediengestützte Szenarien zur Öffnung von Unterricht

    ausserschulisch

    Petra Missomelius

    Medienkulturwissenschaftlerin | Sprecherin der Initiative Keine Bildung ohne Medien! | Sprecherin der AG Medienkultur und Bildung der Gesellschaft für Medienwissenschaft (GfM)

    ausserschulisch

    Felix Schaumburg

    Medienberater für Schulen

    Schule

    Annika Ziemann

    Lehrerin für Deutsch, Biologie und DaZ | Mitglied der Steuergruppe Medien

    Maike Weidner

    Lehrerin für Deutsch und Englisch | Mitglied der Steuergruppe Medien

    Der Workshop geht in drei Schritten vor: Im Theorieblock werden die Dimensionen, Bedeutungsebenen und Begriffspolitiken von Offenheit in Bezug auf Bildungspotenziale verdeutlicht. Dabei spielt die Frage eine Rolle, wie Öffnung auch Schule als Institution verändert. Daran anschließend folgt der Praxisteil zum Medien- und Raumkonzept sowie der Onlineumgebung der Gemeinschaftsschule Bad Schwartau. Konkrete Unterrichtszenarien mit tablets werden vorgestellt und erprobt. Im dritten Block der Veranstaltung sind die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gefragt, in Kleingruppen anhand des Kompetenzmodells im KMK-Strategiepapier »Bildung in der digitalen Welt« (2016) Unterrichtsszenarien zu entwickeln, welche als Grundlage für die Erstellung eines schulischen Mediencurriculums geeignet sind.

  • HEL 309 »EULE«

    Workshop 3: Planung und Umsetzung digitaler Unterrichtskonzepte an Grundschulen – samt praktischen Unterrichtsszenarien

    ausserschulisch

    Anja Schwedler

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Projekt »Digitales Lernen Grundschule«

    Schule

    Michaela Thyen

    Grundschullehrerin für Mathematik und HWS | Team Medienentwicklung

    Sarah Strahlendorf

    Grundschullehrerin für Mathematik und HWS | Team Medienentwicklung

    Schule

    Carsten Bertram

    Grundschullehrer für Mathematik und Sport | Medienteam

    Kai Milde

    Grundschullehrer für Mathematik und Sport | Medienteam

    Die Schule am Heidenberger Teich vermittelt einen Eindruck ihrer schon seit einigen Jahren erprobten digitalen Lernumgebung. Die Waldschule Flensburg beschreibt ihren Weg der Entwicklung eines Medienkonzepts in Zusammenarbeit mit dem Schulträger und anderen Schulen. Die Kolleginnen werden aufzeigen wie sich an der Waldschule einerseits eine Arbeitsgruppe professionalisiert hat und anderseits welche Prozesse innerhalb des Systems Schule durchlaufen wurden. Diese Erfahrungen und Überlegungen werden schließlich vor dem Hintergrund eines Projektes an Hamburger Grundschulen in der Frage zugespitzt, wie es gelingen kann, eine Verbindung zwischen fachspezifischen Unterrichts-Inhalten und Medienbildung herzustellen. Letztlich können konkrete Unterrichtsmaterialien praktisch ausprobiert werden, um insbesondere die digital-analoge Vernetzung des Schulalltages an der Grundschule erleben zu können.

  • HEL 064

    Workshop 4: OER in der Arbeit und Ausbildung von Medienscouts

    Schule

    Jens Steinfeld

    IT- und Medienbeauftragter

    Schule

    Catharina Frehoff

    zertifizierte Medienerzieherin und Mitglied der Steuergruppe Medien

    gemeinsam mit einigen Medienscouts der TSS Husum

    Medienkompetenz zu entwickeln gelingt an der Schule am effektivsten in Kollaboration. Diese endet nicht an der Lehrerzimmertür, sondern kann gewinnbringend mit allen an der Schule Beteiligten weitergeführt werden! Es gilt (immer noch), »digital natives« mit »digital immigrants« zusammenzubringen. Es gilt, die im außerschulischen Bereich eingesetzten digitalen Medien, die Arbeit mit diesen und das Wissen über diese auch im schulischen Zusammenhang zu nutzen.
    Und damit letztendlich sicher zu stellen, dass ALLE Beteiligten die Chance haben, sich auf diesem zentralen Feld der Zukunft sicher zu bewegen und damit letztendlich auch gleiche Chancen haben.

    Ein besonders gutes Beispiel für Kollaboration ist unserer Ansicht nach die Arbeit mit Medienscouts; sind sie doch das ‚Scharnier‘, das die Lehrerzimmertür in beide Richtungen schwingen lässt. Doch wer sind eigentlich Medienscouts, wie bildet man sie aus und welche Rolle kommt dabei freien Bildungsmaterialien zu?

    Diesen Fragen wollen wir uns gemeinsam theoretisch und anschließend auch praktisch widmen. Die Ziele dabei sind

    • die Arbeit von und mit Medienscouts an zwei konkreten Beispielen kennenzulernen.
    • geeignete OER zu identifizieren, kennenzulernen und auch zu nutzen.
    • gemeinsam (neue) Materialien für die Arbeit mit Medienscouts zu entwickeln.

    Bringen Sie also gerne Ihre mobilen Endgeräte mit.

  • HEL 160

    Workshop 5: Bilder, Töne, Filme, Geschichten – OER in der Film- und Hörspielarbeit

    ausserschulisch

    Uli Tondorf

    Sozial- und Medienpädagoge

    Kiel

    Schule

    Ragna Schepke

    Lehrerin für Kunst und WPK MedienKunst

    Schule

    Ilka Hoop-Parschat

    Schulleiterin

    Kurzfilme und Hörspiele bieten vielfältige Möglichkeiten, sich Geschichten, Gefühlen, Formen und Tönen zu nähern. Erzählerisch, rezensierend, experimentell u.v.a.m.. In diesem Workshop sollen solche Formen erkundet werden und mit den Möglichkeiten von OER – z.B. von Soundbibliotheken – umgesetzt werden.

  • HEL 060 »Camelot«

    Workshop 6: OER leben - Wandel in der (Schul-)Kultur

    ausserschulisch

    Bence Lukács

    Wissenschaftlicher Mitarbeiter

    Constanze Reder

    Wissenschaftliche Mitarbeiterin

    Michael Becker

    Studentischer Tutor in den OERlabs der TU Kaiserslautern

    Schule

    Timo Räker

    Studienrat für die Fächer Mathematik, Wirtschaft/Politik und Informatik, Projektkoordination "Lernen mit digitalen Medien", Medienberater IQSH

    Schule

    Frank Poetzsch-Heffter

    stellv. Schulleiter

    Wir verstehen OER als Baustein der Digitalisierung in den Bereichen der Unterrichtsgestaltung und -durchführung wie auch der Schulverwaltung. Darüber hinausgehend drückt sich darin ein gesellschaftlicher Haltungswandel aus, der wiederum in die Schule hineinwirkt. In dem Workshop werden wir auf der Basis von Erfahrungsberichten und Fallstudien Gelingensbedingungen für die Erstellung und den Einsatz von OER erarbeiten. Dabei sollen folgende Fragen im Vordergrund stehen:

    • Welche Hemmnisse gibt es, welche Fallstricke gilt es zu beachten?
    • Welche Rolle nimmt die Haltung/Einstellung der Lehrenden zu OER ein? Wie beeinflusst die Haltung/Einstellung der Lehrenden zu OER deren Rollenverständnis als Lehrkraft?
    • Inwiefern ändert sich Unterricht durch OER? Gibt es neue Unterrichtsmethoden durch OER? Was ändert sich bei der Unterrichtsvorbereitung?

    Besondere Vorkenntnisse sind nicht erforderlich. Ein WLAN-fähiges Arbeitsgerät wäre wünschenswert, da wir verschiedene Tools ausprobieren werden.

  • HEL 063

    Workshop 7: Medienproduktion als Beispiel für Differenzierung in der Begabtenförderung und im Regelunterricht

    ausserschulisch

    Hans-Joachim Ulbrich

    Soziologe, Medienpädagoge, freier Filmemacher

    Mecklenburg-Vorpommern

    Schule

    Holger Jessen-Thiesen

    Lehrer für Mathematik, Physik und Informatik, Ansprechpartner für das Lernen mit digitalen Medien

    Schule

    Michael Schwarz

    AV Journalist, CAU Kiel, schulfachlicher Koordinator

    Das Gymnasium Eckhorst Bargteheide erprobt im laufenden Schuljahr die Durchführung von Medienprojekten als offener Unterricht im Rahmen der Begabungsförderung. Erprobt wird neben inzwischen gängigen P2P-Projekten für soziale Talente auch beispielsweise die Erstellung von fachlich vertiefenden Features und Reportagen im AV-Bereich als Teil eines Drehtürmodells.

    Die Friedrich-Paulsen-Schule erstellt kleinere Medienprodukte in verschiedenen Phasen der Regelunterrichtes. Die Heterogenität innerhalb der Klasse wird für für eine Differenzierung auf sachlicher, technischer und gestalterischer Ebene genutzt.

    Die Konzepte sollen vorgestellt sowie Bedingungen, Möglichkeiten und Grenzen mit den Teilnehmenden diskutiert werden.

Raumplan

PDF

Anmeldung

Die Anmeldung ist geschlossen.

Kontakt und Tagungsort

Auf den Seiten der Europa-Universität Flensburg befindet sich eine Beschreibung der Anfahrtswege.

Seminar für Medienbildung
Europa-Universität Flensburg
Gebäude Helsinki (HEL)
Auf dem Campus 1a
24943 Flensburg
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Hotelempfehlungen

Für Teilnehmer*innen, die nach dem Eröffnungsabend in Flensburg übernachten wollen, haben eine Auswahl an Hotels zusammengestellt.

Veranstaltungsteam

Seminar für Medienbildung | Europa-Universität Flensburg
Prof. Dr. Christian Filk | Yulia Kolesnikova | Claudia Kuttner | Helge Lamm | Stephan Münte-Goussar | Christiane Schätzle

Förderer

Die Flensburg Winter School 2017 wird gefördert durch den Offenen Kanal Schleswig-Holstein (OKSH) und durch das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) finanzierte Projekt Landesweite OER-Qualifizierung Schleswig-Holstein (LOERSH).

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